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Zu Ihrer Orientierung: Übersicht > Blog > Beitrag vom 8. Februar 2012 20:30 Uhr

Tag 16: Gelegentlich angeschlagen

Eine Klangschale wird mit einem Holzklöppel angeschlagenPrimal leben lernen ist nichts für ideale Menschen. Ohne Disziplin ist der Umstieg zwar nicht zu schaffen, aber es braucht auch ab und zu kleinere Rückschläge.

Für mich waren anfangs die Ernährungsregeln am leichtesten zu befolgen. Das ist nach wie vor so, denn wer mit Lebensmitteln umgehen kann, der findet auf Anhieb die richtigen Ansatzpunkte.
Schwer tat ich mich zunächst mit den ziemlich anstrengenden Kraftübungen, den PEMs (das steht für Primal Essential Movements). Ich erschrak zum Beispiel heftig, als meine Knie bei einer dieser PEMs jedes Mal höchst verdächtige Geräusche von sich gaben. Erst dachte ich,  das Geräusch komme aus einer Nachbarwohnung, wo vielleicht jemand störrische Rollläden hochkurbele. Was für ein kaputt klingendes Quietschen!

Die Knie quietschten auch heute morgen wieder, aber das macht mir längst keine Angst mehr. Die PEMs, die nicht täglich aber durchaus regelmäßig durchgeführt werden, zeigten schon bald nach der ersten Ausführung beste und optisch wahrnehmbare Wirkung. Muskulatur sei einfach gestrickt, meinte kürzlich mein Bruder, der über mehr Bewegungs-Erfahrung verfügt. Ich vermute, mein Bruder hat Recht und dass neue Fibrillen anscheinend schnell aufgebaut und dann „eingeflochten“ werden.

Heute morgen habe ich mich regelrecht darauf gefreut, mal wieder eine der seltenen ausgedehnten PEM-Serien zu machen. Sie sind immer noch anstrengend, sollen es auch sein und werden es bleiben. Nicht zu schaffen waren gestern (also am Tag 16, um den es in diesem Eintrag geht) und heute andere Aufgaben, die das Sisson-Buch „21 day Total Body Transformation“ vorschlägt.
Ich habe in meinem ersten Beitrag geschrieben, dass ich das Buch nicht paraphrasieren werde – und daran halte ich mich. Nur so viel: Dem einem Tagesauftrag standen Jahreszeit und lokale Gegebenheiten im Wege, der anderen Aktion der Umstand, dass die vorgesehene Praxis bei mir ein Regelzustand ist, der aber gerade am besagten Tag nicht zu realisieren war. :)

Entscheidend ist, dass man sich durch solche kleinen Erfahrungen des Scheiterns nicht aus dem Konzept bringen lässt. Seit Beginn meiner Komplettumstellung am 2. Januar habe ich kein einziges Mal auch nur entfernt daran gedacht, das Unterfangen abzubrechen. Dafür macht es einfach viel zu viel Spaß, primal zu leben. Dass es einige Rhythmen und nicht immer akustische Störungen gibt, die Plänen und Wünschen zuwider laufen, ist teilweise Natur pur, teilweise (Un-) Kultur des Umfelds. Die Kunst besteht darin, wieder auf die Signale des eigenen Körpers zu hören, nachdem er sich selbst an seine wahren Bedürfnisse erinnert hat. Dann entpuppt sich mancher vermeintliche Rückschlag als hilfreiches Echo. Und dieses Echo kann auch einmal an quietschende Rollläden erinnern.

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